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Wohnen und Wohnungssuche in Neuseeland

Wenn Ihr als Backpacker doch mal länger an einem Ort bleiben wollt, sei es durch die Tatsache, dass Ihr einen guten Job finden konntet oder Euch gefällt einfach die Stadt, in der Ihr Euch gerade befindet, dann haben wir ein paar gute Tipps für Euch!

Wohnung mieten oder lieber Hostel?

Glücklicherweise können wir sagen, dass es in Neuseeland einige Möglichkeiten gibt, um nach einem Zimmer, einer Wohnung oder einem Haus zu suchen.

Wer neu ins Land kommt verbringt die ersten Wochen meist in einem Hostel, doch gerade, wenn man plant, länger an einem Ort zu bleiben, ist es irgendwann einfach schöner, eine eigene Wohnung oder zumindest ein eigenes Zimmer zu haben. Etwa ab 3 Wochen lohnt es sich schon, das Hostel gegen ein Zimmer einzutauschen. Vor allem der Einzug in eine WG (shared flat) ist günstig. Du lernst dadurch auch neue Menschen kennen, die nicht nach ein paar Tagen wieder abreisen und kannst beginnen, Dir ein kleines Zuhause in der Ferne aufzubauen.

Wohnungen und WGs findest Du am schnellsten im Internet, aber auch in der Mittwochs- und Samstagsausgabe der lokalen Zeitungen. Achte auch auf Aushänge im Supermarkt, an Universitäten oder an schwarzen Brettern von Hostels.

WG Zimmer sind oft schon etwas möbliert, was natürlich super für Dich als Backpacker ist. Du kannst mit einem Bett, einem Schrank und einem Tisch rechnen, vielleicht sogar noch mehr. Gönn Dir also ein kleines Zuhause, in das Du Dich zurück ziehen kannst!

 

 

 

Tipps rund um die Wohnungssuche

Zunächst einmal ist es gut zu wissen, dass Du in Neuseeland so gut wie immer in ein Zimmer einziehen kannst. In Deutschland ist es ja oft üblich, zum 1. oder 15. des Monats einzuziehen. In Neuseeland ist das unkomplizierter – ist ein Zimmer frei, kannst Du sofort einziehen. Die Miete wird sowieso meist wöchentlich gezahlt und nicht für den ganzen Monat.

Mietverträge (tenancy agreements) sind sehr flexibel und meist innerhalb von 1-2 Wochen wieder kündbar. Du musst also keine Sorge haben, Dich für mehrere Monate zu verpflichten. Es gibt auch befristete Mietverträge, die dann gleich nur auf ein paar Wochen oder Monate angesetzt sind. In WGs ist es manchmal sogar möglich, ganz ohne Mietvertrag einzuziehen. Das solltest Du alles im Vorfeld abklären.

Die Miete in Neuseeland beträgt zwischen NZ$90 – NZ$250 pro Woche, je nachdem, an welchem Ort Du Dich befindest. Es ist auch üblich, im Vorfeld eine kleine Kaution von 2 Wochenmieten zu zahlen. Diese bekommst Du am Ende der Mietzeit natürlich wieder.

 

Wichtiges für die Wohnungssuche in Neuseeland

1. Wo soll man suchen?

Die wohl vielversprechendste Suchmöglichkeit nach einer Wohnung bietet wie so häufig das Internet. Die besten Webseiten sind www.trademe.co.nz und www.postanote.co.nz. Diese sind dem europäischen ebay sehr ähnlich. Mann muss sich anmelden und kann dann die Kontaktdaten der „Suchenden“ sehen, um direkt Kontakt aufzunehmen. Es gibt viele andere Webseiten, einige sind leider nicht kostenfrei. Eine weitere gute Webseite, für deren Service man nicht zahlen muss ist www.flatfinder.co.nz.

Auch die folgenden Webseiten sind durchaus einen Besuch wert:

• BBH.co.nz
• Backpackerboard.co.nz
• Tourism.net.nz
• Facebook (entsprechende Gruppen)

Es ist auch eine gute Idee, in örtlichen Zeitungen nach Anzeigen zu schauen.

Wer nur für ein paar Monate eine Wohnung sucht, sollte auch in Studentenwohnheimen anfragen. Diese sind möbliert, flexibel und preiswert. Dafür aber sehr einfach und man muss oft die Küche mit anderen Bewohnern teilen. Du musst zum Glück nicht überall als Student eingeschrieben sein, um in einem Studentenwohnheim unter zu kommen.

Tipp: Unsere Starterpakete beinhalten eine Beratung und zusätzlich Unterstützung bei der richtigen Wahl eines Hostels.

2. Wohnungssuche schon von Deutschland aus?

In Neuseeland eine Wohnung zu finden, wenn man noch nicht im Land ist, ist sehr schwierig, da Vermieter einen eventuellen Mieter fast immer persönlich kennen lernen wollen.

Wer bereits eine Arbeitsstelle hat (Praktikum zum Beispiel), sollte beim Arbeitgeber anfragen, ob ein Zimmer / eine Wohnung organisiert werden kann.
Es ist nicht unüblich, dass sich Praktikanten praktisch die „Klinke in die Hand geben“ – das bedeutet, dass vielleicht gerade ein Zimmer des vorhergehenden Praktikanten frei geworden ist.

3. Arbeitsweg

Es lohnt sich, vor Besichtigungen herauszufinden, wie lang der Arbeitsweg zu Deinem Job sein wird und wie viel die Fahrt kostet.

Manchmal lohnt es sich, 30-50 NZ$ mehr pro Woche mehr an Miete auszugeben und dafür näher an der Arbeitsstelle zu wohnen, da Busse (zum Beispiel in Auckland) recht teuer und unzuverlässig sein können.

4. Mietverträge

Mietverträge kennen die meisten Kiwis oft nicht. Vor allem wenn man „nur“ ein Zimmer in einer Wohngemeinschaft (shared flat) bezieht.

Es ist Standard, dass man 2-3 Wochenmieten als Sicherheit zahlt wenn man einzieht. Danach wird Miete entweder wochenweise oder alle 14 Tage kassiert.
Das geht in cash oder über online-Überweisung von einem neuseeländischen Konto zum anderen.

5. Nebenkosten

Nebenkosten wie Wasser, Strom, Internet, Telefon sind nicht immer im Mietpreis inklusive. Das sollte man also bei der Besichtigung erfragen.

Da es in Neuseeland keine Zentralheizungen gibt, kann es im Winter zu sehr hohen Stromrechnungen kommen. Fragt vorher, was Euch da in etwa erwartet – dann kommt es später nicht zu Überraschungen.

Kiwi Glossar

rent = Miete
bond = Kaution
tenancy agreement = Mietvertrag
fixed term contract = befristeter Mietvertrag
shared flat = Wohngemeinschaft –Wohngemeinschaften in Neuseeland haben fast ausschließlich ein Wohnzimmer zur allgemeinen Nutzung und 2, 3, 4 oder mehrere „Schlafzimmer“
flatmates = Mitbewohner in einer Wohngemeinschaft
fortnight = alle 14 Tage – bedeutet: Miete ist alle 2 Wochen fällig
apartment = Wohnung (keine WG)
1 Bedroom – hier ist meist ein Studio gemeint – eher selten eine wirkliche Einraumwohnung mit getrenntem Wohnzimmer / Schlafzimmer. Wenn man speziell nach einer Wohnung mit getrenntem Wohn-/Schafzimmer sucht, muss man immer nachfragen.
2 Bedroom – hier ist meist eine Wohnung mit 2 Schlafzimmern (und Wohnzimmer) gemeint.
furnished = möbliert

Frequently Asked Questions

Wird die Miete monatlich bezahlt?

Die Miete wird entweder wöchentlich oder im 2-Wochen Rhythmus (fortnight) bezahlt. Das solltest du abklären, bevor Du einziehst. Manchmal ist es auch möglich, Miete für einen längeren Zeitraum im Voraus zu bezahlen.

Ist ein Hostel günstiger?

Das kommt darauf an, wie lange Du an einem Ort bleiben willst. Wenn Du für mehr als einen Monat bleibst, lohnt es sich schon, eine eigene Wohnung bzw. ein Zimmer zu haben. Das ist günstiger und auf lange Sicht auch schöner, als im Hostel zu wohnen.

Wie lange muss man mieten?

Sag dem Vermieter lieber nicht, dass Du nächste Woche schon wieder weg bist. Natürlich ist es gern gesehen, wenn Du für mehrere Wochen oder Monate mietest. Sonst lohnt es sich auch für den Vermieter nicht, wenn er ständig jemand neues suchen muss. Möglich ist theoretisch aber alles.

Kann man auch als Paar mieten?

Na klar, man kann sich auch als Paar oder als zwei Freunde eine Wohnung suchen. Es ist dann aber wahrscheinlich etwas schwieriger, etwas geeignetes zu finden. Wenn Ihr zu zweit ein Zimmer teilen wollt, kann auch einfach einer von Euch das Zimmer mieten und Ihr klärt die Zahlung unter der Hand.

Sind die Wohnungen ausgestattet?

“Furnished” bedeutet, dass das Zimmer möbliert ist. Es gibt solche und solche Zimmer, das kann man nicht pauschalisieren. Frag den Vermieter oder lies Dir die Anzeige genau durch.

Wie hoch sind die Nebenkosten?

Da es in Neuseeland keine Zentralheizungen gibt, kann es im Winter zu sehr hohen Stromrechnungen kommen. Fragt vorher, was Euch da in etwa erwartet – dann kommt es später nicht zu Überraschungen.

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Happy Backpacker

Dank Euch hatte ich den besten Start, den man in Neuseeland haben kann. Ich möchte mich dafür noch einmal bedanken. Andre hat mich in Deutschland sowie in Neuseeland immer unterstützt und wurde nie müde meine Fragen zu beantworten. Vor allem hat er meine Freude über das wunderschöne Neuseeland geteilt. - Moritz M.